Gramm pro Quadratmeter: die Masse eines Stoffs bezogen auf seine Fläche.
Für einen sinnvollen Vergleich gehören Fasern, Strickkonstruktion, Ausrüstung und Verarbeitung dazu.
Zwei Hoodies können den gleichen GSM-Wert haben und sich trotzdem verschieden anfühlen. Das Flächengewicht hilft beim Vergleichen. Für ein vollständiges Bild brauchst du aber auch die übrige Spezifikation.
Wie wird GSM gemessen?
Für das Flächengewicht wird die Masse einer bekannten Stofffläche bestimmt. Die Rechnung lautet: Masse in Gramm geteilt durch Fläche in Quadratmetern. Ein festgelegtes Prüfverfahren regelt die Messbedingungen. Den ganzen Hoodie auf die Waage zu legen, ergibt keinen GSM-Wert.Quelle 02
Wenn eine Marke einen Wert nennt, lohnt sich eine zweite Frage: Bezieht er sich auf den Ausgangsstoff, auf den ausgerüsteten Stoff oder auf den Zustand nach dem Waschen? Vergleiche möglichst denselben Zustand.
Wie lassen sich die Bereiche einordnen?
Die folgende Tabelle dient zur Orientierung. Die Bereiche sind eine redaktionelle Einordnung, keine verbindlichen Qualitätsklassen. CottonWorks erklärt, warum der Aufbau von Maschenware zusätzlich berücksichtigt werden muss.Quelle 01
| GSM-Bereich | Einordnung | Typischer Eindruck |
|---|---|---|
| 180–240 | Leicht | Einfache Hoodies, leichte Teile zum Kombinieren und günstigere Serien. |
| 240–320 | Mittelschwer | Ein Bereich, in dem viele alltägliche Basics und handelsübliche Hoodies liegen. |
| 320–400 | Schwer | Hier beginnen viele Premium-Aussagen. Das Tragegefühl hängt weiter stark von der Konstruktion ab. |
| 400–500 | Sehr schwer | Mehr Körper und Struktur sowie ein deutlich anderes Griffgefühl. |
| 500–700 | Besonders schwer | Spezielle Ausgangsprodukte oder ungewöhnliche Konstruktionen mit anderem Verhalten. |
| 800–1200+ | Mehrlagig / Doubleface | Häufig zwei dichte Lagen statt eines üblichen einlagigen Hoodie-Stoffs. |
Die Begriffe helfen beim Vergleichen. Sie sind weder ein Gütesiegel noch eine Leistungsgarantie.
Statt nur zu fragen „Welche Zahl ist die höchste?“, überlege vor dem Kauf: Passt der Stoff dazu, wie und wann du den Hoodie tragen möchtest?
Was die Zahl offenlässt
GSM ist kein Test auf Abrieb, Pilling oder Nahtfestigkeit. Auch ein schwerer Stoff kann nach dem Waschen seine Form verlieren. Dafür braucht es eigene Tests.
Welche Zusammensetzung ist angegeben? Wie wurde das Garn verarbeitet?
Wie ist der Stoff aufgebaut? Sind Schlingen sichtbar oder wurde die Oberfläche gebürstet?
Gibt es dokumentierte Ergebnisse zu Maßen, Form und Oberfläche, oder nur Ziele?
Wie sind Nähte, Bündchen, Kapuze und belastete Stellen ausgeführt?
Auch die Innenseite lohnt einen genaueren Blick. Unser Vergleich von French Terry und Fleece erklärt sichtbare Schlingen, leichte Bürstung und einen dichteren Fleeceflor.
Warum GOODCALL Ausgangsstoff und Waschziel trennt
GOODCALL startet mit 420 GSM Stoff und einer leicht gebürsteten Innenseite. Das Goal ist ein um 5–10 % höheres Flächengewicht nach dem Waschen. Die Rechnung lautet 420 × 1,05 bis 420 × 1,10: also 441–462 GSM.
Dieser Bereich ist berechnet. Er ist kein gemessenes Ergebnis und bedeutet nicht, dass der ganze Hoodie beim Waschen 5–10 % schwerer wird. Bei den Messungen vor und nach dem Waschen muss jeweils festgehalten werden, in welchem Zustand der Stoff gewogen wurde.
French-Terry-Konstruktion sowie gekämmte, ringgesponnene Bio-Baumwolle sind Materialziele. Der Lieferant sitzt in Indien. Zusammensetzung, Produktionsleistung und die nötigen Zertifizierungsnachweise müssen noch geprüft werden. Eine GOTS-Anforderung im Arbeitsdokument ist keine Bestätigung, dass der fertige GOODCALL-Hoodie bereits zertifiziert ist. Zertifizierungen gelten innerhalb ihres jeweiligen Geltungsbereichs.Quelle 03
Die vollständige Produktspezifikation zeigt die Anforderungen und Prüfziele auch auf Deutsch. Tatsächliche Projektkosten stehen getrennt davon im öffentlichen Dashboard auf Englisch.
